Exklusives Interview mit SELODEUXSEPT

Ezidi Times startet 2026 mit einem exklusiven Interview mit SELODEUXSEPT! Der junge Ezidi-Rapper spricht über die Entstehung seines Hits „Je m’appelle Ezidi“, seine Motivation, die Jugend zu inspirieren, und seine Pläne für die Zukunft. Einblicke in seine Kunst, seine Identität und seine Visionen für die Ezidis weltweit.

Dringend: Eziden in Aleppo unter Belagerung

Alepos 5.000 Eziden sind in den Stadtteilen Sheikh Maqsoud, Ashrafieh und al-Suryan unter Belagerung gefangen, mit Stromausfällen, Medikamentenknappheit und Zwangsvertreibung. Ezidi Times fordert Deutschland und die internationale Gemeinschaft auf, sofort zu handeln und die neu de facto syrische Regierung zum Schutz der Eziden zu verpflichten.

Lieber hungrige Kinder, als Hilfe von Eziden anzunehmen

Ein virales Video zeigt, wie eine muslimische Frau Lebensmittel, Spielzeug und Süßigkeiten von ezidischen Frauen ablehnt und damit die anhaltende Anti-Eziden-Diskriminierung offenlegt. Selbst einfache Akte der Freundlichkeit werden aufgrund jahrhundertealter Vorurteile gegenüber Eziden, Anhängern von Sharfadin, zurückgewiesen. Das Material zeigt, dass historische Marginalisierung — von den Massakern 1915 bis zum Völkermord 2014 — weiterhin soziale Interaktionen prägt und Anti-Eziden-Einstellungen im Alltag normalisiert.

Eine Antwort an İkbal Dürre: Warum Eziden in Russland nicht in der kurdischen Demografiestatistik gezählt werden

Dieser Artikel antwortet auf die Behauptungen von İkbal Dürre, warum Eziden in Russland nicht in der kurdischen Demografie gezählt werden. Eziden identifizieren sich als Eziden, nicht als Kurden, und Russland erfasst sie entsprechend. Sie als Kurden zu bezeichnen, ignoriert ihre eigene Identität und ihren Glauben, Sharfadin. Eziden gelangten nach Russland nach dem Völkermord von 1915, den kurdische Gruppen gegen sie verübten. Lesen Sie mehr über Eziden, das Sharfadin-Erbe und globale Ereignisse auf Ezidi Times.

Jesiden fordern Vertretung bei den kommenden Wahlen im Irak

Jesiden fordern bei den Parlamentswahlen im Irak am 11. November echte politische Vertretung. Neben dem offiziellen Quotenplatz treten zahlreiche Kandidaten über die Ezidi Cause Alliance an, um Stimmen zu bündeln und Shingal, das nach Vertreibung und Völkermord noch immer um Wiederaufbau kämpft, politisch stärker zu vertreten. Es geht um mehr als Sitze – es geht um Selbstbestimmung, Würde und die Zukunft des jesidischen Volkes.

Ezidisches Design auf kurdischem Laufsteg: Respekt oder kulturelle Aneignung?

Als eine kurdische Designerin in Mailand ein traditionelles ezidisches Kleid auf dem Laufsteg präsentierte, applaudierten viele und sahen darin ein Zeichen der Anerkennung. Doch ist es wirklich Wertschätzung – oder vielmehr Aneignung? Für Ezidi Times geht die Frage tiefer: Warum müssen Eziden darauf warten, dass andere ihre Traditionen zeigen, und was bedeutet es, wenn ihr Erbe in eine breitere kurdische Erzählung eingegliedert wird? Hier geht es nicht nur um Mode, sondern um das Überleben der Identität eines uralten Volkes.

22 ezidische Opfer von ISIS nach Sinjar zurückgebracht

Am 12. August 2025 wurden die Überreste von 22 ezidischen ISIS-Opfern nach Sinjar zurückgebracht, nachdem sie in Bagdad per DNA-Analyse identifiziert worden waren. Dies ist die siebte offizielle Übergabe seit 2021 und zeigt sowohl das Ausmaß der Verbrechen als auch die fortlaufenden Bemühungen, Massengräber zu exhumieren und die Opfer gemäß ezidischer Tradition und dem Glauben an Sharfadin zu bestatten.

11 Jahre seit dem Völkermord an den Êzîden – Was ist geschehen?

Elf Jahre nach dem Völkermord an den Êzîden bleibt die Wunde tief und die Forderungen ungehört: Tausende Familien wurden zerstört, über 2.600 Frauen und Kinder gelten weiterhin als vermisst, und der Kampf um Gerechtigkeit und Anerkennung dauert an. Trotz internationaler Aufmerksamkeit sind viele Täter noch frei, Sinjar bleibt unsicher, und die Rückkehr der Êzîden wird durch politische Machtspiele blockiert. Das ezidische Volk fordert zurecht nicht nur Erinnerung, sondern konkrete Maßnahmen – Schutz, Wiedergutmachung, die Bewahrung ihrer uralten Religion Sharfadin und eine Zukunft in Würde.

Todesurteil für IS-Mitglied wegen Beteiligung an der Entführung von Êzîden in Şingal

In einem wichtigen Schritt zur Rechenschaft der Täter hat ein irakisches Gericht ein ehemaliges IS-Mitglied zum Tode verurteilt. Er war an der Entführung von Êzîden während des Völkermords im Jahr 2014 in Şingal beteiligt. Der Mann wurde für schuldig befunden, an bewaffneten Angriffen und Massenentführungen teilgenommen zu haben, die sich gezielt gegen das ezidische Volk im Nordwesten des Irak richteten.

Vergiss die Vergangenheit nie, denn sie liebt es, an sich zu erinnern

Die Menschheit schreitet durch die Geschichte und trägt die Asche ihrer eigenen Verbrechen. Jeder Stein, der in Gedenkstätten wie Zizernakaberd liegt, flüstert von ausgelöschten Leben und gebrochenen Versprechen — „Nie wieder“, sagen wir, und doch versagen wir immer wieder. Während die ewige Flamme für die Armenier von 1915 brennt, wirft sie einen Schatten bis nach Sindschar, wo das ezidische Volk noch immer unter den Folgen des von ISIS 2014 verübten Völkermords leidet. Elf Jahre später sind die Wunden nicht verheilt, vertieft durch Verrat, Vernachlässigung und zynische Politik. Wie viele weitere Mahnmale müssen wir noch errichten, bevor wir endlich begreifen, dass Erinnerung nicht genügt — Gerechtigkeit und Schutz müssen folgen, sonst endet der Kreislauf nie.