Die ezidischen Zivilisten in Aleppo stehen vor einer dramatischen humanitären Krise, da die Gewalt in den Stadtteilen Sheikh Maqsoud, Ashrafieh und al-Suryan eskaliert. Diese Gebiete, Heimat von etwa 5.000 syrischen Eziden, leiden unter Belagerungsbedingungen, Stromausfällen und schweren Medikamentenknappheiten.
Nahezu 1.200 ezidische Familien wurden bereits zwangsweise vertrieben, während diejenigen, die nicht fliehen konnten, in den belagerten Gebieten feststecken und extremen Gefahren sowie Unsicherheit ausgesetzt sind. Einige Familien konnten nach Afrin und in andere sicherere Regionen gelangen, doch tausende Menschen sind weiterhin in akuter Gefahr.
Ezidi Times ruft internationale Akteure, darunter die Vereinten Nationen, Menschenrechtsorganisationen und die internationale Gemeinschaft, dazu auf, sofort zu intervenieren, die Angriffe zu stoppen, Zivilisten zu schützen und dringend humanitäre Hilfe bereitzustellen.
Ezidi Times betont außerdem, dass Deutschland, angesichts der vorherigen diplomatischen Kontakte mit Syrien durch die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock, die im Januar 2025 Damaskus besuchte und den syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa traf, konkrete Maßnahmen zum Schutz der Eziden ergreifen muss. Wir fordern Deutschland dringend auf, von der neuen De-facto-Regierung Syriens zu verlangen, dass sie die Sicherheit und den Schutz der Jesiden in Aleppo und anderen bedrohten Gebieten gewährleistet.
Für die Eziden in Aleppo, bereits Überlebende von Generationen der Verfolgung, stellt die aktuelle Lage ein weiteres lebensbedrohliches Kapitel dar. Schnelles internationales Handeln ist unerlässlich.

