Das irakische Kulturministerium hat in Bagdad ein Seminar veranstaltet, das sich mit dem ezidischen Kulturerbe, den Folgen des Genozids von 2014 und den Voraussetzungen für eine sichere Rückkehr von Eziden befasste, die den Irak verlassen haben.

Forscher und Fachleute diskutierten über ezidische Geschichte, Traditionen, religiöse Stätten und den Schutz des kulturellen Erbes. Die Redner betonten außerdem die Notwendigkeit von Sicherheit, Wiederaufbau, öffentlichen Dienstleistungen, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung in den vom Genozid betroffenen Gebieten.

Der ezidische Forscher Khaldun S. E. erklärte, dass solche Veranstaltungen dazu beitragen könnten, das Verständnis der breiteren Öffentlichkeit für die ezidische Kultur zu verbessern und Fehlvorstellungen über Eziden im Irak zu korrigieren.

Das Seminar befasste sich außerdem mit den anhaltenden Folgen des Genozids und unterstrich die Bedeutung, das ezidische Kulturerbe für künftige Generationen zu bewahren.

Für Eziden hängt eine tatsächliche Rückkehr jedoch nicht allein von kultureller Anerkennung ab, sondern ebenso von Sicherheit, Wiederaufbau, Gerechtigkeit und der Möglichkeit, freiwillig und sicher in ihre Heimat zurückzukehren.