Der Abgeordnete Murad Ismail hat den Umgang der irakischen Regierung mit Shingal kritisiert und erklärt, dass Entscheidungen über den Distrikt nicht ohne eine ernsthafte Beteiligung ezidischer Vertreter und der lokalen Bevölkerung getroffen werden dürften.

Der irakische Abgeordnete Murad Ismail, Vorsitzender der Parlamentsfraktion der Ezidi Cause Alliance, hat die Bildung eines hochrangigen Regierungskomitees für Shingal abgelehnt und erklärt, dass ezidische Vertreter und Bewohner des Distrikts nicht ausreichend einbezogen worden seien.

Ismail erklärte, die irakische Regierung habe Gespräche über Shingal geführt, ohne die zuständigen ezidischen Vertreter angemessen zu konsultieren, darunter ezidische Mitglieder des irakischen Parlaments und die Ezidi Cause Alliance. Zudem kritisierte er ein erweitertes Treffen mit hochrangigen Staatsvertretern und argumentierte, dass diejenigen, die von Entscheidungen über Shingal unmittelbar betroffen wären, dort nicht angemessen vertreten gewesen seien.

Ein weiterer Bericht über die Erklärung führte aus, dass die Allianz das Regierungstreffen abgelehnt und Bedenken gegen die Einrichtung eines übergeordneten Komitees für Shingal geäußert habe, da es zuvor keine ausreichende Abstimmung mit den zuständigen ezidischen Vertretern und der lokalen Bevölkerung gegeben habe.

Ismail erklärte, dass die unzureichende Vertretung der Eziden und Shingals dazu geführt habe, dass das Treffen nicht die Stimmen jener Menschen widerspiegelte, deren Zukunft von den dort getroffenen Entscheidungen unmittelbar betroffen wäre.

Er lehnte sowohl das Treffen selbst als auch sämtliche Entscheidungen ab, die aus einem Verfahren ohne eine tatsächliche Beteiligung der Eziden hervorgehen könnten.

Die Kritik erfolgt vor dem Hintergrund erneuter Gespräche in Bagdad über die Verwaltung, die Sicherheitslage und die künftige Regierungsführung Shingals. Ezidische Vertreter haben wiederholt betont, dass Entscheidungen über die ezidische Heimat weder ausgehandelt noch durchgesetzt werden dürfen, ohne diejenigen einzubeziehen, die dort leben, sowie jene, die gewählt wurden, um sie zu vertreten.