Dies ist eine Zusammenfassung eines ursprünglich von Penn Today veröffentlichten Artikels von Kristina Linnea García über die bedeutende Initiative, das ezidische Volk wieder mit historischen Fotografien aus dem Norden des Irak zu verbinden, die in den Archiven des Penn Museum aufbewahrt werden. Das Projekt wurde von Marc Marín Webb, einem Doktoranden im Fachbereich Middle Eastern Languages and Cultures, gemeinsam mit dem Fotografen und Forscher Nathaniel Brunt geleitet.
Der Bericht erklärt, dass in der Sammlung des Penn Museum rund 300 Archivaufnahmen aus den 1920er- und 1930er-Jahren identifiziert wurden. Viele der Fotografien entstanden während archäologischer Arbeiten in der Nähe von Ba‘shīqa und Baḥzānī, hielten jedoch auch örtliche Heiligtümer, das Alltagsleben, Feierlichkeiten und die dort lebenden Menschen fest. Jahre später erlangten einige dieser Bilder besondere Bedeutung, weil sie Orte, Traditionen und Bauwerke dokumentierten, die später beschädigt oder zerstört wurden.
Dem Originalartikel zufolge wurden die Fotografien später in ezidische Ortschaften zurückgebracht und während der Serê-Salê-Feierlichkeiten im Jahr 2025 in Freiluftausstellungen gezeigt. Ziel war es nicht nur, alte Bilder auszustellen, sondern auch Erinnerungen wiederherzustellen, den Austausch zwischen den Generationen zu fördern und die Bewahrung des kulturellen Erbes nach Genozid und Vertreibung zu unterstützen. Die umfassendere Initiative umfasst außerdem neuere Familienfotografien und persönliche Archive, die von Eziden selbst beigesteuert wurden.
Das Projekt spiegelt eine umfassendere Realität wider, die viele Eziden nur zu gut kennen: Angriffe auf das ezidische Volk richteten sich nicht nur gegen Menschenleben, sondern auch gegen Erinnerung, Kulturerbe und Kontinuität. In diesem Zusammenhang können die Wiedergewinnung und Rückgabe historischer Bilder Teil der kulturellen Wiederherstellung werden.
Der Originalartikel wurde von Penn Today veröffentlicht und von Kristina Linnea García verfasst. Sie können ihn hier lesen.