Die irakische Botschaft in London nahm am Windsor Dialogue 2026 teil, einer internationalen Konferenz, die sich mit der Bewahrung religiöser Identität und dem Fortbestand von Diaspora-Gesellschaften befasste.

Die Veranstaltung fand vom 10. bis 12. Juli auf Schloss Windsor unter dem Motto „Preserving Faith: Lessons in Sustaining Diaspora Communities“ statt und wurde von der AMAR International Charitable Foundation gemeinsam mit dem International Center for Law and Religion Studies der Brigham Young University organisiert.

Die Konferenz brachte parlamentarische, religiöse, akademische und diplomatische Vertreter zusammen, um darüber zu diskutieren, wie Menschen, die außerhalb ihrer angestammten Heimat leben, ihren Glauben, ihre Traditionen und ihre gesellschaftlichen Strukturen über Generationen hinweg bewahren können.

Die Gespräche befassten sich auch mit den Erfahrungen des Irak nach Jahren des Terrorismus und der Konflikte. Zu den hervorgehobenen Maßnahmen gehörte das Gesetz über ezidische Überlebende sowie Bildungsreformen und umfassendere Bemühungen im Zusammenhang mit religiöser und gesellschaftlicher Vielfalt im Irak.

Die irakische Botschaft wurde durch den Botschaftsrat Miqdad Al Nouri vertreten. Zu den Teilnehmern gehörte außerdem Sadik Adam Al-Hassan, Mitglied des britischen Unterhauses und Vorsitzender der All-Party Parliamentary Group for Iraq.

Für Eziden ist die Frage der Bewahrung des Glaubens in der Diaspora von besonderer Bedeutung. Genozid, Vertreibung und Migration haben ezidische Familien über zahlreiche Länder verstreut, wodurch die Weitergabe von Şarfadin, Ezdîki und ezidischen kulturellen Traditionen an jüngere Generationen zunehmend zu einer zentralen Frage geworden ist.