Die ezidische Organisation Mesopotamia brachte am 12. September in der russischen Stadt Wladimir zehn Mannschaften verschiedener Kulturvereinigungen zu einem Backgammon-Turnier zusammen.

Das Turnier mit dem Titel „Die vielen Gesichter der Rus’“ fand im Zentrum für Kultur und Kunst an der Sobornaya statt. Die unter der Leitung von Samvel Mstoyan organisierte Veranstaltung erhielt Fördermittel von der Stadtverwaltung Wladimir, um Freundschaft und gegenseitigen Respekt zwischen den Völkern zu fördern.

Mesopotamia veranstaltet seit mehr als einem Jahrzehnt Backgammon-Turniere in Wladimir. Die Veranstaltungen ziehen sowohl regelmäßige Teilnehmer als auch neue Interessierte aus den nationalen und kulturellen Vereinigungen der Stadt an.

Mstoyan begründete die Wahl von Backgammon mit der alten Geschichte und den mesopotamischen Wurzeln des Spiels. Er bezeichnete die Eziden als dessen Urheber und erklärte, dass das Spiel später von anderen Völkern im Osten und darüber hinaus übernommen worden sei.

Jede der zehn Mannschaften trat mit drei Spielern an, während Ivan Andreadi den Wettbewerb leitete. Das aserbaidschanische Team belegte den ersten Platz, Mesopotamia wurde Zweiter und die finno-ugrische Organisation Shumbrat erreichte den dritten Platz.

Auch baschkirische, dagestanische, jüdische, tadschikische, usbekische und tschetschenische Kulturvereinigungen nahmen teil, darunter zwei jüdische Mannschaften. Alle Teams erhielten Urkunden und Auszeichnungen.

Nach dem Wettbewerb kamen die Teilnehmer bei Tee, Kaffee und Gebäck zusammen. Mstoyan erklärte, er wolle auch künftig Turniere veranstalten, die Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aus Wladimir zusammenbringen.

Dem Turnier war eine weitere Veranstaltung vorausgegangen, die Mesopotamia eine Woche zuvor organisiert hatte. Am 5. September veranstaltete die Organisation im Zentralpark für Kultur und Erholung ihr regionales Festival traditioneller Spiele und Aktivitäten unter dem Motto „Russland ist stark durch die Einheit seiner Völker“.